Der Gefährlichste Mann der Welt – der Business-Coaching-Podcast – Folge 1: Gefährlich durch Fokus

Der Gefährlichste Mann der Welt – der Business-Coaching-Podcast – Folge 1: Gefährlich durch Fokus

Der Gefährlichste Mann der Welt - der Business-Coaching-Podcast - Folge 1: Gefährlich durch Fokus

In der ersten Folge von „Der gefährlichste Mann der Welt“ beschäftigt sich Wolfgang mit dem Thema Fokus. Warum ist Fokus so wichtig, was passiert, wenn man nicht fokussiert ist … warum ist man defokussiert … und vor allem: Wie wird man fokussiert und kriegt endlich „etwas gebacken“.

Gibt es hier zu hören:

Außerdem auf: Castbox * Podcast.de * TuneIn

 

Transcript der Folge

Herzlich willkommen bei dem gefährlichsten Mann der Welt – dem Business-Coaching-Podcast mit Wolfgang Kierdorf. Hast du dich auch schon mal gefragt: „Wie zur Hölle machen das die anderen?“ Denkst du auch manchmal: „Wie geht das? Was ist der Trick?“ Hier erfährst du es! Denn das Denken, das dich hierhin gebracht hat, ist nicht das Denken, das dich an dein nächstes Ziel bringt. Fertig für den Impuls? Hier ist dein Gastgeber: Der schwarze Schwan – Wolfgang Kierdorf.

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe von „der gefährlichste Mann“ der Welt. Mein Name ist Wolfgang Kierdorf und ich bin Business Coach.

Viele Unternehmer haben ein riesen Problem mit dem Thema Fokus. Defokussiert zu sein führt häufig dazu, dass man Dinge nicht erreicht, dass man „rumeiert“, dass man irgendwann einfach keine Lust mehr hat auf das Projekt, an dem man gerade arbeitet, oder auf die Sachen, an denen man gerade arbeitet. Defokussierung (also der Mangel an Fokus) hat aus meiner Erfahrung als Coach und auch aus meiner eigenen persönlichen Erfahrung, häufig nur einen einzigen Ursprung. Nämlich, dass man Dinge vermeiden will, die man eigentlich tun müsste. Das heißt, zum Beispiel am Anfang des Unternehmens, wenn man ein Unternehmen gründet, geht man hin, macht die Visitenkarte und sagt „Den Vertrieb kann ich erst machen, wenn ich eine Visitenkarte habe und nach der Website. Den Vertrieb kann ich erst machen, wenn ich eine eigene Website habe. Ich brauche auch noch ein Flyer bevor ich Vertrieb machen kann.“ Das alles dient nur dazu, um nicht Vertrieb machen zu müssen. Das ist das eine Ding, wovor ganz viele tatsächlich Angst haben oder was sie einfach nicht tun wollen. Was aber wichtig ist für den Unternehmenserfolg. Hier weiß der Unternehmer eigentlich schon was er tun müsste und was sein Fokus sein müsste, aber er beginnt ganz gezielt damit zu defokussieren. Das Unterbewusstsein versucht ihn vor dieser schwierigen hässlichen Aufgabe zu schützen.

Die zweite Variante, die ich kenne in diesem Bereich Defokussierung, ist, dass man einfach gerne das Neue macht. Es kommt ein neues Projekt, man sagt; „Ja klar, super. Das gefällt mir total.“ Also man kann nicht „nein“ sagen, wobei auch dieses nicht nein sagen in der Regel die gleiche Ursache hat – nämlich das Defokussieren. Das Wegschwenken von der eigentlich zu tuenden Aufgabe und der lieber zu vermeidenden Aufgabe, hin zu dem Neuen, was wieder etwas Neues verspricht. Neuen Erfolg, neue Ideen, neue Inspirationen – denkt euch irgendwas aus. Ich sage nicht, man sollte nicht mehrere Dinge gleichzeitig tun, ganz im Gegenteil. Aber man soll die Dinge, die man tut, sequenziell tun. Das heißt, nicht alles zur gleichen Zeit. Der Trick, wie ich meinen Tag zum Beispiel organisiere, ist, dass ich für bestimmte Projekte oder bestimmte Dinge, die ich tun will, verschiedene Zeitblöcke reserviere, in denen ich das tue. Da ist sehr klar, was passiert in welcher Zeit. Und in der Zeit passiert dann auch nichts anderes. Ich könnte mich zum Beispiel niemals um das Thema Vertrieb drücken, weil es halt einen Block Vertrieb gibt. In dem Bock wird auch nur Vertrieb gemacht. Man muss wissen, dass Fokus eine der Komponenten von etwas ist, was ich „execution power“ nenne. Execution power ist die Vorwärtsenergie eines Unternehmers, mit der er sein Unternehmen führt und mit der er Dinge durchzieht. Execution power besteht für mich aus den Komponenten Vision (zu wissen, was man will), den Plan (zu wissen, wie man es bekommt), der Willenskraft (dem Willen das zu tun), der Disziplin (die Dinge regelmäßig zu tun, die regelmäßig tun sind), der Motivation (das ist so ein bisschen ein Teil von Willenskraft), der Energie (fit zu sein und auch die Energie zu haben, Dinge zu tun. Nicht morgens bis zehn Uhr zu schlafen, dann zu überlegen, jetzt könnte ich langsam mal aufstehen) und letztendlich auch den Fokus (also dieses laserscharfe, gezielte auf eine Sache zu rennen.). Vielleicht kennt ihr das. Stellt euch einen Fluss vor, der sehr breit ist. Jetzt stellt euch vor, dieser Fluss – in seiner kompletten Breite – wärt ihr mit euren kompletten Projekten. Wenn ich diesen Fluss jetzt kleiner mache, wenn ich das Flussbett immer näher in die Mitte des Flusses bringe, was passiert dann mit dem Fluss? Er wird schneller! Und genau das passiert auch, wenn ich mich auf eine Sache fokussiere. Ich komme viel schneller voran. Ich hatte 2012/2013 eine Phase, wo ich an 60 Unternehmens Gründungen beteiligt war. Das war das Jahr, in dem ich am wenigsten gebacken bekommen habe. Natürlich genau deswegen, weil ich eben in viel zu vielen Projekten drin war, alles interessant war in dem Moment und ich einfach mal vermutlich Irgendetwas nicht tun wollte. Als mir das bewusst geworden ist, habe ich sofort dagegen gearbeitet. Es hat aber leider fast ein Jahr gedauert bis es mir bewusst geworden ist. Ich habe dann tatsächlich auch 57 dieser Projekte wieder eingestampft oder den Leuten, mit denen ich sie machen wollte, gesagt: „Tut mir leid, aber das liegt nicht in meinem Fokus.“ Ich habe dafür eine Übung gemacht und ihr könnt sie auch machen. Nehmen wir zum Beispiel mal an, ich möchte ein Haus kaufen und ich habe keine Ahnung, wie ich das Thema angehe. Was ich habe, ist die Vision, ich möchte das Haus. Ich habe noch keinen Plan, ich habe vielleicht die Willenskraft und die Motivation, vielleicht auch die Disziplin und die Energie. Jetzt bringe ich den Fokus mit rein, der Fokus führt dazu, dass mir klar wird: Im Moment fehlt mir ein Plan. Das erste was ich jetzt tun muss, ist, mir zu überlegen, wie kauft man eigentlich ein Haus? Also was brauche ich dafür? Ich brauche dafür Geld. Ich brauche dafür ein Haus. Ich muss mich vielleicht mit meinem Partner absprechen, wo dieses Haus sein soll – also ich muss es ein bisschen genauer eingrenzen. Wenn ich das Haus selbst nicht auf der Straße irgendwo beim Vorbeifahren sehe, dann muss ich vielleicht jemanden beauftragen dieses Haus zu kaufen. In dem Moment wo ich jetzt hingehe und diesen Plan entwickle, helfe ich mir selbst auch so eine Art „Fokusleitfaden“ zu schaffen. Ich folge immer exakt diesem einen Plan, ich folge immer diesem Fokus. Ich weiche davon nicht ab, außer ich merke, dass der Plan noch Lücken hat. Dann fange ich an, den Plan aufzufüllen. Aber nur in der Vertikalen, sprich in der Hinsicht, dass auf Schrift 1 im Moment Schritt 4 folgt. Da fehlt noch Schritt 2 und 3. Aber nicht in der Horizontalen zu sagen, übrigens wir können noch einen zweiten Plan machen. Ich könnte ja auch nochmal ein Schiff kaufen. Wir bleiben in der Vertikalen. Wenn ihr euch das wie eine Achse nach oben vorstellt oder nach vorne, dann überlegt ihr, was der Plan ist. Und das hilft euch dabei den Fokus zu gewinnen. Klarheit ist ein entscheidender Punkt. Der Grund, warum viele Leute keinen Fokus haben, ist, dass ihnen die Klarheit fehlt. Und dass ihnen auch die Vision fehlt: Wo will ich eigentlich hin? Dabei helfe ich den Leuten. Ich versuche mit den Leuten die Vision zu entwickeln, die etwas länger geht als die klassische nächste Woche oder übernächste Woche. Der Grund, warum viele Arbeitnehmer im Hamsterrad hängen, ist, sie schauen nach dem nächsten Tag oder vielleicht der nächsten Woche, vielleicht auch den nächsten zwei Wochen, wenn es hochkommt. Aber alles, was darüber hinausgeht, existiert im Prinzip nicht. Das zu haben ist ein wichtiger Punkt, um fokussiert sein zu können. Weil sonst ist es natürlich auch leicht abgelenkt zu sein. Wenn man immer nur zwei Wochen Fokus hat oder zwei Wochen Perspektive hat und es kommt jemand, der einem die vier Wochen Perspektive gibt und die sieht vielleicht besser aus als die zwei Wochen Perspektive, dann springt man darauf. Es ist entscheidend, für sich selbst klar zu haben, wo will ich eigentlich hin, was will ich eigentlich, was erwarte ich von meinem Unternehmen, was erwarte ich von mir. Privates und Geschäftliches an der Stelle zu trennen, macht nicht viel Sinn. Ich versuche bei meinen Mandanten Privat und Geschäft zusammen zu bringen. In der Konzeption zu sagen: Was ist deine Vision? Wann? Wie lange willst du arbeiten? Was soll mit deinem Unternehmen passieren? Es ist ein großer Unterschied, ob ich ein Unternehmen gründe mit der Perspektive zu verkaufen oder mit der Perspektive das Ding den Rest meines Lebens zu betreiben. Das ist auch für mich privat ein riesen Unterschied, ob ich das eine oder andere möchte. Auch das gehört für mich zum Thema Fokus – sehr klar zu haben was man will und was nicht.

Ich habe noch ein Beispiel für das Thema Fokus. Und zwar habe ich als 2014 mein Sohn geboren wurde, hab ich mich am Jahresanfang (also mein Sohn wurde im März geboren) habe ich mich hingesetzt und überlegt, dass ich eigentlich jede zweite Woche frei haben möchte. Ich habe dann meinen Google Kalender genommen und habe systematisch jede zweite Woche Urlaub da reingeschrieben. Und das ist ein bisschen wie das, was ich eben erzählt habe, mit den Arbeitsblöcken, wo ich dann Themen fokussiere. Dadurch, dass ich das gemacht habe, habe ich das tatsächlich auch in den Jahren 2014, 2015, 2016 und 2017 komplett so umgesetzt. Ich hatte jede zweite Woche komplett frei. Ich habe alle meine Coaching Mandate in die jeweils anderen zwei Wochen gelegt. Das war perfekt. Es war halt auch ein klarer Fokus. Ich wollte diese Zeit frei haben und ich wusste genau, was zu tun ist. Das einzige, was ich tun musste, war die Disziplin zu haben, das dann auch durchzuziehen. Wirklich jede zweite Woche frei zu haben, keine Termine einzutragen, den Leuten zu sagen: „Nein, erst in der Woche habe ich wieder Termine frei.“ Was war das Resultat? Das Resultat war, erstens ist das im Moment mein Hauptverkaufsargument zu sagen, ich arbeite jede zweite Woche. Es stimmt immer noch. Ich habe zwar inzwischen zwar wieder zwei andere Projekte dazu (z.B. diesen Podcast), die dafür sorgen, dass ich auch in den Wochen beschäftigt bin, in denen ich dann keine Coachings habe. Ich habe halt ein paar andere Engagement sowie Vorträge und so, die in diese Zeit fallen, aber Coaching passiert immer noch in diesen jeweils zwei Wochen. Das andere ist, dass im Jahr 2014 mein Umsatz fast doppelt so hoch war wie im Jahr davor. Einzig und allein deswegen, weil durch diese Wegnahme jeder zweiten Woche, meine Zeit halbiert wurde. Und ich hingegangen bin und bei jedem Termin, den ich dann gemacht habe in dieser Zeit, die ich hatte für Termine, zu fragen: Ist dieser Termin wirklich nötig? Also diese eine zentrale Frage: Ist das wirklich nötig? Bringt mich das weiter? Muss ich das tun? Da sind eben ganz viele Termine (ich nenne sie mal „blabla“-Termine), wo man sich mal auf einem Kaffee trifft oder sonst irgendwas tut, einfach weggefallen. Das heißt nicht, dass ich keine Freunde mehr gesehen habe. Das heißt auch nicht, dass ich nicht mit Leuten Kaffee getrunken habe oder zu Mittag gegessen habe. Das heißt einfach, ich habe sehr viel weiser ausgewählt. Sind das Leute, die Informationen abgreifen wollen, aber wo kein Geschäft draus entsteht, dann ist das mein Hobby und dann kann ich mich, wenn ich die nett finde, mit denen auch gerne privat treffen. Aber dann gehört es nicht in die Arbeitszeit oder ist das etwas das meinem Geschäft nützt? Bringt es mich geschäftlich weiter, habe ich direkt Umsatz dadurch, wenn ich jetzt gerade den Fokus auf Umsatz habe. Oder ist es eine gute Partnerschaft für ein Projekt, was ich gerade baue. Das sind eben so Faktoren, die ganz extrem hineinspielen. Und ich höre oft, dass Leute mir sagen: „Ich habe keine Zeit.“ Das ist Quatsch! Man hat Zeit. Jeder hat genau gleich viel Zeit. Überraschenderweise schaffen einige in dieser Zeit mehr als andere. Der Grund, warum das so ist, ist, dass einige Leute einen extremen Fokus haben und andere Leute eben eher wie eine „Schreibtischlampe“ umherlaufen. Das kann eine Zeit lang auch ganz nett sein, aber wenn du wirklich etwas erreichen willst, wenn du in deinem Leben und in deinem Unternehmen nach vorne kommen willst, ist Fokus dieses eine entscheidende Ding. Mach nicht zu viel gleichzeitig, überleg dir genau: Was ist das, was mich als Nächstes nach vorne bringt – was mich an ein größeres Ziel bringt oder zumindest an das Ziel was ich als nächstes erreichen möchte. Und dann ziehst du das durch. Mit der entsprechenden Willenskraft, dem richtigen Plan, der richtigen Vision, was es denn ist und vor allem mit Disziplin (Ein Thema, dem wir uns in den nächsten Folgen noch stärker widmen werden), dann wird das alles gut funktionieren.

Wenn du Fragen hast zu dem Thema oder noch Anregungen, dann gerne in den Kommentaren. Ansonsten freue ich mich, wenn du „der gefährlichste Mann der Welt“ abonnierst. Der Podcast ist nicht nur für Männer, er ist auch für Frauen. Und bis zur nächsten Folge. Vielen Dank, das war’s und tschüss.

 

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