Prioritäten setzen: Der Schlüssel zu mehr Freiheit und Produktivität

Viele Unternehmerinnen und Unternehmer haben in ihrem Leben nur eine Priorität, das Unternehmen.


Häufig endet dort leider bereits die Priorisierung. Im Unternehmen selbst bestimmen nicht selten Kunden, der schlecht gepflegte Kalender oder eine Horde Mitarbeiter das Geschehen. Am Ende arbeitet man viel, aber leider nur bedingt produktiv.


Ich möchte dir zeigen, wie du weniger arbeitest, um mehr zu erreichen. Lass mich dir dazu etwas über mein Arbeitszeitmodell erzählen. Ich arbeite derzeit zwei Tage in der Woche. Wenn ich das erzähle, dann denkt mein gegenüber entweder A, der Kierdorf ist ein fauler Hund oder B, der Kierdorf hat keine Aufträge oder C, der Kierdorf hat irgendwas herausgefunden, das ich noch nicht herausgefunden habe.


Auf jeden Fall denkt mein gegenüber aber, das will ich auch irgendwann mal.


Zeit für die Familie, Zeit für die wichtigen Dinge. Jetzt kommt das Geheimnis. Irgendwann ist jetzt. Nur zwei Tage in der Woche zu arbeiten ist kein Ziel. Es ist eine Frage der Organisation. Arbeite ich immer zwei Tage in der Woche? Nein.


Wenn nötig, arbeite ich auch mehr. Ob das nötig ist, entscheide ich aber selbst. Arbeite ich immer an den gleichen zwei Tagen in der Woche? Normalerweise ja, allerdings bin ich diesbezüglich flexibel. Wenn der Mandant mich braucht, dann bin ich da.


Eine Frage, die ich oft gestellt bekomme ist, bist du reich oder wie kannst du dir leisten, nur zwei Tage die Woche zu arbeiten? Ja, ich bin reich, allerdings anders als du vielleicht denkst. Mein höchster Wert im Leben ist Freiheit. Reichtum bedeutet für mich, jeden Tag frei entscheiden zu können, was ich tue. Es bedeutet vor allem auch, mir aussuchen zu können, mit wem ich arbeite und wann ich arbeite. Es bedeutet mich auch mal einen Tag hinzusetzen und in Ruhe einen meiner alten C64 Computer zu reparieren oder einen Arcade Automaten zu bauen.


Die Frage ist also eigentlich, muss man reich sein, um nur zwei Tage in der Woche zu arbeiten? Die Antwort ist, nein, das muss man nicht.


Rücklagen zu haben hilft, dann wenn man ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, aber es geht auch ohne. Ich führe dich jetzt, wenn du möchtest, Schritt für Schritt in die Zwei-Tage-Woche. Solltest du an einem Punkt denken, das klappt für mich so nicht, dann schreib mir und gemeinsam finden wir für dich eine Lösung.


Wenn du Mitarbeiter hast, dann erfordert dies ein bisschen mehr Disziplin, als wenn du als One-Man-Show unterwegs bist. Gleich noch mehr dazu.


Beginnen wir am Ende, äh, beginnen wir am Anfang. Beginnen wir am Anfang. Dem Kalender.


Schritt 1. Öffne deinen Kalender und schreib für die nächsten vier Wochen in fünf von sieben Tagen das Wort Urlaub hinein. Wenn du einen Papierkalender benutzt, dann streich die Tage durch. Wenn in dem jeweiligen Tag bereits Termine eingetragen sind, schiebe die Termine auf einen deiner zwei Arbeitstage. Wenn du jetzt feststellst, dass du zu viele Termine für die zwei Tage hast, dann erstmal keine Panik. Es folgt Schritt 2.


Schreibe zu jedem deiner Termine das Ziel des Termins dazu. Wenn ein Termin kein unternehmerisch relevantes Ziel hat, dann ist er dein Hobby und damit aktive Freizeitgestaltung.


Schritt 3. Prüfe, ob du deine Freizeit mit den unternehmerisch unrelevanten Terminen verbringen möchtest. Wenn nicht, sag sie ab. Wenn doch, übertrag sie in deine Freizeit.


Schritt 4. Hast du immer noch zu viele unternehmerisch relevante Termine? Dann ist jetzt die Zeit, die Zielfrage erneut zu stellen. Diesmal fragst du dich bitte, trägt dieser Termin direkt oder indirekt zu Umsatz bei? Wenn nicht, hinterfrage bitte, welchem unternehmerischen Zweck er dient.


Die einzige Option ist jetzt noch ein strategischer Termin, also einer, der dich in deiner Strategie weiterbringt. Bevor du darüber entscheidest, ob es sich um einen strategischen Termin handelt oder nicht, schreib bitte dein strategisches Ziel, und zwar genau ein strategisches Ziel, auf. Ist dein Termin immer noch ein strategischer Termin?


Schritt 5a. Wenn du Mitarbeiter hast, plane an jedem der zwei Arbeitstage zwei Stunden Besprechungszeit mit deinen Mitarbeitern ein. Besprochen werden die nächsten Aufgaben und der Status der aktuellen Aufgaben. Sämtliche Aufgaben, die du mitbringst, übergibst du bitte an deine Mitarbeiter.


Schritt 5b. Wenn du keine Mitarbeiter hast, bzw. wenn Schritt 5a mit Mitarbeitern erledigt ist, plane an jedem Tag drei Stunden Arbeitszeit ein. 30 Minuten davon dienen deiner Arbeitsvorbereitung. Frag dich, was die wichtigste strategische Aufgabe des Tages ist und erledige sie sofort. Dann darfst du für ein paar Stunden Karussell im Hamsterrad fahren und deine operativen Aufgaben erledigen.


Und, war etwas dabei, das für dich nicht funktioniert, dann schick mir eine E-Mail oder ruf mich an. Was du eben getan hast, ist deinem Leben und deinen Aufgaben Prioritäten zu geben.


Es ist völlig okay, wenn man an einigen Tagen in der Woche nichts für sein Unternehmen tut. Man ist deshalb nicht faul oder nutzlos oder steht auf der Stelle. Du wirst merken, dass sich durch die Freizeit nicht nur deine Lebensqualität dramatisch verbessert, sondern dass du am Ende auch unternehmerisch viel mehr geschafft bekommst, weil du wichtige Aufgaben zuerst erledigst und unwichtige Aufgaben gar nicht erst zu Aufgaben werden.


Lass mich am Ende kurz zusammenfassen, was ich erreichen wollte. Ich wollte dir zeigen, dass du deine Freizeit selbst in der Hand hast. Ich wollte dir zeigen, dass Prioritäten dein Leben nicht nur vereinfachen, sondern nachhaltig verbessern. Und ich wollte dir zeigen, dass eine Zwei-Tage-Woche kein Ziel ist, sondern ein Weg. Die Zwei-Tage-Woche ist für dich sofort möglich. Meine Aufgaben an dich für diese Woche. Probiere die Schritte 1 bis 5 für dich selbst aus und sag mir, sollte es so sein, wo du feststeckst. Sollte es geklappt haben, sag mir, was sich für dich verändert hat.


Selbst wenn du durch die Methode nur einen Tag in der Woche frei hast, dann hast du schon etwas gewonnen, oder?


Zum Schluss noch ein letzter Impuls. Es ist nie eine Frage der Zeit, es ist immer eine Frage der Priorität.

30 Minuten. Ich zeige dir, wo dein Unternehmen wirklich steht.

Erstgespräch vereinbaren